#36 Loro Parque

Der Loro Parque gehört bei unserer Teneriffa-Reise auch zum Programm. Auch wenn der Zoo wegen der Orca-Haltung ein wenig polarisiert, ist er doch ein sehr sehenswerter Zoo der schon vor vielen Jahren Maßstäbe in Sachen Tierhaltung gesetzt hat. Nicht umsonst ist der Zoo mehrfach ausgezeichnet worden.

Der Loro Parque liegt im Norden der schönen Kanareninsel Teneriffa im Ort Puerto de la Cruz. In den 70er-Jahren wurde der Park als reiner Papageien Park eröffnet. Daher kommt auch der Name Loro – das spanische Wort für Papagei. Auch heute sind die Papageien noch ein zentrales Thema im Park. Etwa 350 Papageienarten findet man im ganzen Zoo verteilt.

Die Discovery Tour

Am Nachmittag machen wir die Discovery Tour mit. In einer Gruppe von rund 20 Menschen geht es zu verschiedenen Punkten im Park. Bei der (deutschsprachigen) Tour erfahren wir eine Menge über verschiedene Tiere und den Loro Parque. Unser persönliches Highlight ist dabei das Planet Penguin. Das ist das größte Pinguinarium der Welt. Hier wird ein kleines Stück Antarktis nachgebaut, inklusive Schneefall.

Auch unsere Flamingos und das Meeresbecken düren nicht fehlen.

Ein kleiner Auszug aus der Tierwelt

Und sehr sehr viele Papageien

Unsere Lieblinge – die Delphine

Die Orca Show

Ob die Delphinhaltung und die Orca-Haltung in zoologischen Einrichtungen eine gute Idee ist, das mögen wir als Laien nicht beurteilen. Das sollen Wissenschaftler mit entsprechendem Fachwissen ausdiskutieren.

Fakt ist aber, wenn die Tiere in zoologischen Einrichtungen gehalten werden, müssen die beschäftigt werden. Das gilt übrigens für alle Tiere in Zoos. Daher ist das Training der Tiere für sie sehr wichtig. Auch wir stehen der Tierhaltung in Zoos skeptisch gegenüber und sind uns auch einig, dass wir die Tiere in der Natur doch um einiges mehr genießen können.

Sehr beeindruckt hat uns aber der Gründer vom Loro Parque – Wolfgang Kiessling.

Mit Ausdauer und Konsequenz einen Traum erfüllt.

Das Lebenswerk eines Deutschen, hat nachhaltig Teneriffa beeinflusst


Wer ist Wolfgang Kiessling?

Wolfgang Kiessling wurde am 7. September 1937, als Sohn einer Kaufmannsfamilie aus Köln, in Gera geboren.  Er besuchte das Gymnsium in Salem und machte seine ersten beruflichen Erfahrungen in den USA und Kanada, bevor er die Geschäftsleitung einer Charterflug-Gesellschaft in Frankfurt übernahm, die hauptsächlich Teneriffa anflog. Sein Herz verlor er schnell an Puerto de la Cruz auf Teneriffa. 1972 gründete er den heute weltberühmten Loro Parque und 2008 eröffnete er den mehrfach ausgezeichneten Wasserpark im Süden, den Siam Park.

Wolfgang Kiessling ist auf Teneriffa der Generalkonsul des Königreichs Thailand, ein Amt, welches aufgrund der Verbundenheit des Loro Parques und später auch des Siam Parks mit Thailand zustande kam. Vorher war er 17 Jahre lang Generalkonsul von Gambia.

Aktuell ist er der viertreichste Bürger der Kanarischen Inseln, mit einem Gesamtvermögen von 240 Millionen Euro.

Die Anfänge

Als Wolfgang Kiessling Anfang der 70er Jahre nach Teneriffa kam, sprach er kein spanisch und hatte keine Kontakte auf Teneriffa. Er fragte sich, was Urlauber an bewölkten Tagen auf einer Insel machen könnten, die außer Sonne, Strand und Meer nichts zu bieten hatte. Außer Wandern und Wassersport gab es keinerlei Aktivitäten. Schnell war der Entschluß gefasst einen Tierpark, mit Elefanten, Tigern und anderen exotischen Tieren, auf dieser seinerzeit entlegenen Ferieninsel zu eröffnen. Vor 45 Jahren kaufte er weitab von Puerto de la Cruz ein 13.000m2 großes Grundstück auf Leihrente. Finanziell unterstützt wurde er dabei von seinem Vater und einem Investor. Es war auch sein Vater, der ihn davon überzeugte, aus Kostengründen, besser mit Papageien anzufangen, als mit großen Tieren, die Unmengen an Futter verschlingen würden.

Der Loro Park wird eröffnet

Am 17. Dezember 1972 eröffnet Wolfgang Kiessling mit 150 Papageien (Loros) den Loro Parque offiziell. Alle Tiere wurden im freien Handel erworben. Jedoch fiel die Eröffnung buchstäblich ins Wasser. 3 Tage lang regnete es und die frisch gesetzten Pflanzen ertranken oder wurden weggespült.  Jedoch gab Wolfgang Kiessling trotz aller Widrigkeiten nicht auf. Es war nicht leicht die Urlauber für den Papageienpark zu begeistern und anfangs hatte Wolfgang Kiessling mehr als eine schlaflose Nacht. Die finanzielle Situation sah ganz und gar nicht rosig aus. Jedoch, aufgrund seiner unermüdlichen Energie kamen nach und nach immer mehr Touristen um seine Papageien zu sehen. Sein Ziel war es, die größte Papageien-Population der Welt auf Teneriffa zu haben.

Der heutige Loro Park

Inzwischen ist der Loro Parque mehr als zehnmal so groß wie zu seinen Anfängen und hat eine Fläche von 135.000 Quadratmeter. Er beheimatet 350 Papageienarten mit mehr als 4000 Tieren. Zum Park gehört auch eine riesige Aufzuchtstation.

Schon lange ist der Loro Parque kein reiner Vogelpark mehr. Nach und nach sind immer weitere Tiere dazu gekommen und so konnte Wolfgang Kiessling, seinen ursprünglichen Plan, letztendlich doch noch in die Tat umsetzen.

Heute beheimatet der Loro Parque weiße Tiger, afrikanische Löwen, Delphine, Orkas, Gorillas, Alligatoren, Seehunde, Seelöwen, Pinguine und Affen. Außerdem gehört ein riesiges Aquarium mit einem Tunnel, von dem aus man Haie und andere Fische beobachten kann, dazu.

1992 wurde im Park das bis heute größte Thai-Dorf außerhalb Thailands eingeweiht, zu dessen Eröffnung reiste sogar die thailändische Prinzessin Galyani Vadhana eigens nach Teneriffa an. 

Die bis dahin größte Investition im Loro Parque erfolgte im Jahr 2006,  mit dem Bau eines Beckens für Orcas. Dazu wurden vier Orcas, aus einer Zucht des Meeres-Themenparks SeaWorld in San Diego (Kalifornien), nach Teneriffa umgesiedelt. Die Tiere wurden nicht gekauft, sondern sind eine Leihgabe von SeaWorld. Das Publikum liebt die Orca- und Delphinshows, jedoch stoßen sie bei Tierschützern auf wenig Verständnis. Die Becken sind im Verhältnis zu anderen Parks sehr groß und den Tieren scheint es im Loro Parque weit besser zu gehen als anderswo, jedoch leben sie nicht in Freiheit.

( Auszug aus tfservice.net)

Erkenntnis der Woche

Nichts auf der Welt geht über Beharrlichkeit.

Talent nicht – es wimmelt von gescheiterten Existenzen mit Talent.
Genie nicht – das verkannte Genie wurde zum Begriff.
Erziehung nicht – allerorten finden sich gut erzogene Versager.

Zielstrebigkeit und Ausdauer alleine
verbürgen den Erfolg

(Calvin Coolidge)



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