# 12 Inselhüpfen im Ionischen Meer

Insel Paxos

Unser erstes Ziel nach Petriti ist die Insel Paxos, mit der bekannten Lakka Bucht. Hier wimmelt es nur so von Yachten, denn die Bucht ist wirklich traumhaft. Türkisblaues Wasser und ein kleiner Ort mit zahlreichen Tavernen. In der Taverne Nionios essen wir unser bestes Lamm. Diese Taverne können wir nur jeden empfehlen, der einmal hierherkommt. Zu Beginn bringt uns der Kellner in die Küche und erklärt uns jedes Gericht. Dann können wir uns entscheiden. Zahlreiche Gäste warten hier lange, um einen Tisch zu ergattern (Danke an Horst für diesen Tipp!).

Die Bucht ist sehr gut besucht, bietet aber Dutzenden von Yachten problemlos Schutz und auch genug Raum.

Gaios – Hilfe der Anker steckt! – „Bevor i mi aufreg, is ma liaba wurscht“… 🙂

Weiter führt es uns nach Gaios. Der Hafen von Gaios soll ein absolutes Unikum im Revier sein. Denn wer Gaios anläuft, muss durch einen schmalen, schlauchartigen Kanal. Dies wollen wir uns aber erparen und wollen im Süden der Insel ankern. Dieser Ankerplatz ist in allen unseren Hafenführern von Griechenland sehr gut beschrieben. Hier wollen wir uns ein wenig Ruhe gönnnen. Doch es sollte anders kommen…..

Wir ankern wie geplant auf der Südseite von Gaios. Beim Ankermanöver merken wir, dass etwas nicht stimmt. Der Anker drückt uns immer weiter nach unten und die Kette ist ziemlich gespannt und kracht plötzlich….. Das klingt nicht gut. Wir versuchen den Anker wieder hochzubringen. Doch leider ohne Erfolg. Der Anker steckt in einer Felsspalte fest. 2 Stunden probieren wir den Anker selbst freizubekommen, jedoch ohne Erfolg und somit fahren wir mit dem Dingi in den Ort um einen Taucher zu organisieren. Der Taucher kommt zu uns mit einem breiten Lächeln. Er erklärt, dass dies in dieser Bucht jeden zweiten Tag passiert und in der Hauptsaison jeden Tag zweimal. Er finaziert sich sein Haus damit. Nach 10 Minuten Tauchgang ist alles erledigt. Wir löhnen 50 Euro, geben ihm einen österreichischen Wein und sind glücklich wieder vom Felsen befreit zu sein. Und wieder passt unser Spruch: „Bevor i mi aufreg, is ma liaba wurscht“. 🙂

Hier wollen wir nicht bleiben, das ist klar. So geht es weiter Richtung Anitpaxos.

Doch vorher müssen wir noch einen Norweger aus einer misslichen Lage befreien. Er treibt auf See – sein Motor geht nicht mehr. Ein älteres Pärchen mit einem kleinen Segelschiff. Wir schleppen ihn Richtung Land. Auch ein gefährliches Manöver, denn ohne Motor Richtung Land – und dann ankern – könnte auch schiefgehen. Aber nicht bei ihm. Kurz vorm Land lösen wir die Schleppleine. Sie treiben weiter Richtung Land – lösen den Anker und stehen. Welches Glück. 🙂

Na das war heute wieder eine Aufregung ….. 🙂

Aber jetzt geht es endlich weiter nach Antipaxos, Richtung Lefkas.

Auf Antipaxos finden wir einen Ankerplatz und Ruhe. Anitpaxos wird von einigen Weinbauern bewohnt. Es besitzt keinen Hafen. Die Badebuchten haben türkisfarbenes Wasser und herrliche Sandstrände. Unser Weg führt uns von Antipaxos nach Lefkas in den Kanal von Lefkas, in dem wir die schwimmende Brücke passieren. Viele Segelboote haben den gleichen Weg und im Konvoi geht es durch den engen Kanal. Das schmale Gewässer mit dem trüben Wasser neigt zur Versandung und man muss sehr vorsichtig das Segelschiff durch den Kanal bringen. Es führt durch eine lagunenartige Landschaft, die früher zur Salzgewinnung genutzt wurde. Heute sind die Flachwasserzonen Heimat vieler Vögel.

Von hier aus geht es zur Ankerbucht bei Palairos und dann auf die Insel Meganisi.

Meganisi

Frühmorgens segeln wir zur Insel Meganisi und erreichen die Bucht von Atherinios, wo wir das traditionelle und unberührte Dorf von Katomeri besuchen können.

Weiter geht`s auf die Insel Ihaka – in den Hauptort Vathi

Vathi

Der Ort hat einen der größten und besten Naturhäfen im Mittelmeer. Von zwei Bergen umschlossen liegt er in einer weitläufigen Bucht, in der wir ankern. Auf den grün bewachsenen Hängen finden sich hier bunte kleine Häuser und eine Kapelle. Es gibt hier zahlreiche Tavernen, Supermärkte und Obstmärkte. Hier nutzen wir auch die Gelegnheit einer Wäscherei und legen einen „Waschtag“ ein.

Der letzte Ort von Griechenland ist Argostolion, welchen wir besuchen.

Argostolion

Diese Stadt hat ca. 8.000 Einwohner und wurde 1953 bei einem schweren Erdbeben völlig zerstört. Es wurde wieder aufgebaut und ist mittlerweile eine schöne, moderne Stadt. Wir schlendern durch die Gassen, genießen Tavernen und lassen den letzten Tag in Griechenland gemütlich ausklingen – denn morgen am 01.07.2019 geht es weiter – wohin ?

Das verrät der nächste Blog 🙂

Ekenntnis der Woche:

„Schweigen und genießen ist einfach, aber die Gedanken zum Schweigen zu bringen“ – geht noch nicht.

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