#30 Lanzarote Teil 3

El Golfo

El Golfo ist ein kleiner Küstenort im Südwesten der zu Spanien gehörigen Kanareninsel Lanzarote.

Nationalpark Timanfaya

Der Nationalpark mit den Feuerbergen ist ein Naturereignis. Der Nationalpark Timanfaya – el Parque Nacional de Timanfaya – wurde 1974 zum achten Nationalpark in Spanien erklärt. Der Nationalpark im Südwesten der Insel erstreckt sich über 51 km², von der Ortsgrenze Yaizas bis zum Montaña Timanfaya. Die zum Naturschutzgebiet erklärten „Montañas del Fuego“ – die Feuerberge – waren das Zentrum einer vulkanischen Katastrophe, deren Höhepunkt nur ca. 280 Jahre zurück liegt. Über sechs Jahre hinweg, von 1730 bis 1736, brachen die Berge auf, glühende flüssige Lava quoll aus dem Inneren der Erde heraus und verwüstete ganze Dörfer, verschlang das fruchtbare Land der Bauern samt ganzen Dörfern, Feldern, Vieh und Hof im Süden der Insel. Stinkender Rauch und tosende, kochende Wasserfontänen aus dem Inneren der Erde mischten sich mit glühender flüssiger Lava.

Was damals geschah, geht aus den Aufzeichnungen des Pfarrers Don Andrés Lorenzo Curbelo aus Yaiza hervor:

Am 1. September 1730, zwischen 9 und 10 Uhr abends, öffnete sich plötzlich die Erde bei Timanfaya. Ein gewaltiger Berg bildete sich bereits in der ersten Nacht, und Flammen schossen aus seinem Gipfel, die 19 Tage lang weiter brannten. Wenige Tage später brach ein neuer Schlund auf. Unter gewaltigem Getöse mit betäubendem Lärm tat sich die Erde an mehreren Stellen auf und spuckte stinkende Asche und Feuersglut in den Himmel. Die Sonne verdunkelte sich für lange Zeit und es regnete giftige Asche und glühende Lavabrocken. Die Kühe seien auf den Feldern tot umgefallen und die Bergziegen hätten vor Wahnsinn so lange mit den Köpfen gegen den Fels geschlagen, bis auch sie tot waren. Die Menschen, die es damals schaffen konnten, flohen mit Booten auf andere Inseln. Der große Ausbruch war zwischen 1730 bis 1736 und dauerte 6 Jahre lang. Erst dann beruhigte sich die Insel wieder.

Nichts ist mehr übrig von der einst fruchtbarsten Region der Insel, wo Dörfer standen, die Bauern Kühe weideten und dank des milden Klimas reiche Ernte einfuhren. Heute sieht man hier die größten zusammenhängenden Lavafelder mit ca. 200 Quadratkilometer Fläche. Und diese rauhen Lavestein-Felder sehen aus, als wäre der Ausbruch gerade erst gewesen.

Eine für für uns unheimliche und gleichzeitig faszinierende Geschichte.

Wein auf Lanzarote

Nachdem wir aus der schönsten Weinbauregion Österreichs – der Steiermark – kommen, war es für uns ein MUSS den Vulkanwein von Lanzarote zu erkunden.

Der Anbau von Weinreben erfolgt auf Lanzarote auf weltweit einzigartige Weise. Nach wie vor wird dabei ein ursprünglich es Verfahren angewandt, das aus verkohltem Brachland einen vollmundigen und raffinierten Wein entstehen lässt, einen Sohn der Lava, stark wie ein Vulkan, genährt aus der Asche, die jeden Tropfen Tau sammelt, der so kostbar ist auf dieser Insel ohne Quellen.

In der Umgebung von La Geria finden wir verschiedene Bodegas, in denen wir Weine aus der Region verkosten und die besondere Vulkanlandschaft der Weinberge genießen können.

Erkenntnis der Woche

Das Leben ist zu kurz um schlechten Wein zu trinken :-).

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