Flami suchte das Glück und fliegt nach Hause

Hallo ihr Lieben,

ich als Häuptling der Dancing Pearl melde mich wieder. Meine Aufgabe dieser Reise war es ja herauszufinden, ob bei dieser Reise das Glück gefunden wird. Wir alle streben nach diesem sogenannten „Glück“ und einem erfüllten Leben. Was allerdings Glück ist, auf das wollte ich eine Antwort finden. Habe ich diese Anwort nun gefunden?

Und auch ich bin gut in Österreich angekommen. Die letzten Monate war ich beschäftigt nach dem kleinen Glück zu suchen und für mich war die abrupte Abreise auch ein Schock. Ich wurde schnell in einen Rucksack gepackt und konnte nur erahnen, was da jetzt abging. Und als ich dann die Schneeluft roch war klar: Wir sind wieder in Österreich.

10 Monate lebten wir auf dem Schiff, am Meer und in der Natur, immer in Bewegung. Und ich frage mich: Macht die Rückkehr mehr Angst als der Aufbruch? War ich erfolgreich bei der Glückssuche?

Wir kehren voller Eindrücke zurück. Haben gemeinsam Höhen und Tiefen des Reiselebens durchlaufen. Wir pflegten einen Lebensstil, der sich radikal unterscheidet von unserem Leben vor der Reise, das von Routine geprägt und von unseren Jobs dominiert war. 10 Monate schrieben wir regelmäßig Reiseberichte, versuchten zu reflektieren, waren dem Glück auf der Spur und konnten auch dem ganzen Gefühlscocktail des Langzeitreisens Ausdruck zu verleihen. Jetzt sind wir wieder daheim.

Und viele von euch werden sich jetzt fragen? Flami hast du das „Glück“ jetzt nun gefunden oder nicht?

Dazu möchte ich meine Erkenntis berichten:

Glück lässt sich für mich und uns nicht fassen und im Grunde nicht beschreiben. Jeder empfindet sein persönliches Glück anders. Ich selbst würde Glück als das Wohlgefühl eines bestimmten Umstands, einer Situation, in der alle Faktoren für mich stimmen bezeichnen.

Leider fokussieren wir uns allzuoft auf das Unwesentliche oder auf Umstände, die uns nicht gefallen. Umstände, die uns negative Gefühle bescheren. Aber was ist mit den kleinen Momenten in denen wir uns gut fühlen. Die kleinen Augenblicke, wo alles stimmt. Sie rauschen an uns vorbei wie ein Schnellzug und wir nehmen sie leider z. T. gar nicht wahr. Schade eigentlich und im Grunde könnten wir es mit etwas mehr Achtsamkeit verbessern. Wäre es nicht schön, glückliche Momente auch mehr wahrzunehmen? In der Tretmühle des Alltags sind sie allzu flüchtig. Wenn wir achtsamer in unserem Alltag sind, nehmen wir sie eher war und sie können uns auch etwas vom Stress nehmen. Immer wieder erkannte ich diesen Umstand auch bei meiner Crew. Beide waren sehr dankbar diese Reise machen zu können, sich eine Auszeit zu nehmen und sich all diese Momente herbeizuholen. Die Natur wurde von den beiden komplett anders plötzlich wahrgenommen als in der Heimat. Jeder Vogel, jede Blume wurde erblickt und auch als Foto festgehalten. Die beiden waren zuvor schon viel in der Natur; doch Vögel flogen vobei ohne sie wahrzunehmen. Blumen wuchsen, ohne bestaunt zu werden. Wolken formierten sich ohne beachtet zu werden und Begegnungen mit Menschen wurden als selbstverständlich erachtet.

Die letzten 10 Monate lernten wir diese Dinge intensiver wahrzunehmen, sich den Dingen zu erfreuen und jede Kleinigkeit zu betaunen. Das machte uns glücklich. Was bedeutet das nun für uns?

Wer die kleinen Dinge im Leben schätzt, hat den wahren Weg zum Glück gefunden.

Wir fanden auch heraus:
Auf die Perspektive kommt es an

Wir erkannten, dass wir Glück mit vielen Dingen bzw. Situationen des Lebens erleben können. Es kommt nicht darauf an, was wir machten, sondern wie wir es machten. Es ist unsere innere Einstellung. Wir können uns dafür entscheiden schlecht gelaunt zu sein oder wir entscheiden uns dafür glücklich zu sein.

Einfach den Moment und das kleine Glück genießen und sei es nur, dich an einem Vogel zu erfreuen, der auf dem Ast sitzt.

Achtsamkeit lenkt für uns den Blick auf die kleinen Glücksmomente des Alltags, schärft unsere Sinne und ermöglicht auf diese Weise Genuss und Dankbarkeit zu erleben. Wir erkennen, dass wer ständig mit Autopilot durch die Gegend rennt, verpasst die schönen kleinen Dinge im Leben, wie den Duft einer Blume, den Genuss eines Essens oder das Glitzern der Sonne auf dem Meer.

Der Schlüssel zum Glück ist für uns nicht selten auch eine gelungene Kombination aus Geduld und Gelassenheit. Wie oft musste die Crew der Dancing Pearl in den letzten 10 Monaten Gelassenheit erlernen. Vor allem der Skipperfrau fehlte diese Gabe der Geduld.

„Alles ist in uns“ – diesen Satz haben wir früher nicht wirklich verstanden. Denn wie fast jeder den wir kennen, haben auch wir eine Menge Bedingungen an das Glück gekoppelt. Wohin mit all den Sorgen, Wünschen, Sehnsüchten, Zweifeln? Wie schaffen wir es, das Glück innen zu finden – egal, was ist? Der Spruch schien uns lange mehr Kalenderspruch als Weisheit.

So kommen wir zum Entschluss was „Glück“ für Doris, Christian und Flami noch bedeutet:

“Jeder ist seines Glückes Schmied” – dieses Sprichwort kennt auch wohl jede/r. Die meisten würden zustimmen, aber nur die wenigsten leben nach seiner Bedeutung, die ganz genau sagt, was sie meint: Wir allein sind für unser Glück zuständig. Sonst niemand. Und wir sind auch für niemandes anderen Glück zuständig.

Wir sind uns damit einig:

„Unsere Gene haben zwar einen gewissen Einfluss auf unsere Grundstimmung, aber für den Rest sind wir selbst verantwortlich.

Erkenntnis der Glückssuche von Flami

Wer den Wert glücklicher Augenblicke zu schätzen weiß, sammelt Schätze fürs Leben

4 Kommentare

  1. Ihr seid zwar nicht dafür verantwortlich, aber ihr habt uns trotzdem glücklich gemacht. Wir empfinden es als großes Glück, Euch getroffen und kennengelernt zu haben.
    Wiebke & Ralf

    • Hallo Wiebke & Ralf
      dies können wir nur bestätigen, es war wirklich schön Euch kennen zu lernen und weiterhin viel Erfolg bei Eurer Reise 🙂

  2. Lieber Flami und Crew😉,
    Ich habe eure Reise mit großem Interesse verfolgt und habe sehr gerne euren Blog gelesen. Vielen Dank dass ihr mich habt teilhaben lassen auch wenn wir uns nicht kennen.
    Besonders der aktuelle Blogeintrag hat mit gut gefallen.
    Das Ende eurer Reise kam ja leider sehr plötzlich, aber es war sicherlich die richtige Entscheidung. Was mich immer sehr interessiert ist, wie schafft man es nach so einer Reise wieder ins normale Leben zurückzufinden. Ist das überhaupt möglich? Bleibt da nicht die Sehnsucht diesen neu entdeckten Lebenswurf dauerhaft oder zumindest für eine längere Zeit anzustreben?
    Liebe Grüße
    Melanie

    • Liebe Melanie,

      danke für deine Nachricht.

      Deine Fragen sind wahrscheinlich schwerer zu beantworten als der Plan, das wir starten.

      Derzeit läuft noch unser Sabbatical und wir befinden uns irgendwie in einem Trancezustand, da wir unsere Zeit zuhause in den vier Wänden verbringen müssen und weit von der gelebten und geliebten Freiheit sind.

      Ab dem Sommer sollten wir wieder arbeiten, ob das ganz gleich funktioniert wird wie davor, wissen wir noch nicht, aber wir werden auf alle Fälle auf unserem Blog darüber berichten.

      Dir alles Gute und bleib gesund.

      Liebe Grüße
      Christian und Doris

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