#28 Lanzarote Teil 1

Die Überfahrt von La Graciosa nach Lanzarote

Für unsere weiteren Pläne waren wir der Meinung, dass noch nicht so viel los sein wird und wenn alle auf dem Atlantik unterwegs Richtung Karibik sind, wird es in den Häfen schon leerer werden.

Falsch gedacht – erste Anfrage auf Lanzarote – „wir sind voll“. Zweite Anfrage „wir sind voll“. Uhhh – wir benötigen jetzt doch einen genaueren Plan, um nicht vor Ort von den Häfen abgewiesen zu werden. Zum Ankern gibt es einige schöne Buchten, jedoch sind alle ziemlich voll und wenn der Wind sich dreht oder der Schwell von einer ungüngstigen Richtung kommt, wird es schnell mal ungemütlich. Ersatzorte zum Ausweichen gibt es leider nicht so viele. Wir gehen es ja gemütlicher an und dazu gehört auch das etwas längere Marinaliegen. In unserem vorigen Segelrevier der Adria, gab es in der Hochsaision keine Marina unter 80 Euro pro Tag und hier sind wir mit knapp 20 Euro pro Tag in einer anderen Liga. Die derzeitige Marina Rubicon gehört für uns zu einer der schönsten seit Langem. Vor allem gibt es hier Abwechslung mit vielen Restaurants, Bars, Boutiquen, Pool uvm.

Wochenmarkt Teguise

Jeden Sonntag findet in Teguise der bekannte Wochenmarkt von Lanzarote statt. Teguise, die traditionsreiche Ortschaft mit ihren Gassen, Palästen und Bauten, war bis 1852 Hauptstadt von Lanzarote. Noch immer ist Teguise bekannt als kulturelles Zentrum und für den beliebten sonntäglichen Markt „Mercadillo“.
Die gesamte Ortschaft verwandelt sich in einen großen Markt, wo man von selbst gebackenem Brot, Antiquitäten, Kleider, Schuhe bis hin zu Keramik alles bekommen kann. Begleitet wird der Markt von diversen Künstlern die Musik machen oder in Folkloregruppen auftreten.

Piratenmuseum

Weiter geht es zum Piratenmuseum. Denn wenn es schon ein Piratenmuseum auf Lanzarote gibt, müssen wir uns das natürlich ansehen.

Die Festung von Santa Bárbara erhebt sich auf dem Vulkan Guanapay und diente ehemals dem Schutz vor Piraten und anderen Feinden. Wir stöbern uns durch die verschlungenen Gänge und Kammern der Burg. Verschiedene Nachbauten der Piratenschiffe, alte Landkarten und Piratenflaggen zieren die Räume.

Die Burg selbst wurde im vierzehnten Jahrhundert gebaut. Sie sollte vor allem den Bewohnern des kleinen Ortes Teguise Schutz vor Überfällen der Piraten bieten. In den folgenden Jahrhunderten griffen französische, türkische und arabische Piraten die Festung immer wieder an und zerstörten die Festung dabei fast vollständig. Piratenüberfälle waren in dieser Zeit fast schon an der Tagesordnung.

Mirador del Rio

Wir fahren wieder ein Stück, um auf die Straße, die zu einem anderen Aussichtspunkt, dem Mirador del Río führt, zu gelangen. Vor dem Mirador ist ein großer Parkplatz. Hier soll es einen unglaublichen Ausblick geben. Leider nicht für uns, denn wir stehen mitten in den Wolken, die immer wieder an uns vorbeiziehen.

Erkenntnis der Woche

Wenn du die Ausicht und die Sonne nicht sehen kannst, sei du selbst jemand der strahlt

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*