#20 Mallorca

Von Menorca nach Mallorca sind es nur 25 Seemeilen. Mit idealen Segelbedingungen erreichen wir die Insel und ankern in der Bucht Cala de S’Agulla. Die weitläufige Bucht besteht aus hellem Sandstrand und einigen felsigen Ecken am Rande des Wassers. Die Cala ist bei Bewohnern und Urlaubern beliebt und im Sommer entsprechend voll.

Man müsste neue Farben erfinden, um über alle Blautöne die hier das Meer zu bieten hat zu sprechen. Türkis, Himmelblau, Indigo, Cyan… Es sind nicht genug! Und wenn man diesem Wunder auch noch den feinen weißen Sand hinzuzählt, der die kleinen versteckten Buchten zwischen Felsen und Hängen formt…kann man behaupten man sei im Paradies und die Karibik kann nicht schöner sein.

Weiter geht es dann in die Bucht Cala Montrago

Diese Bucht befindet sich in einer einzigartigen Umgebung, weshalb sie 1992 zum Naturpark und 1995 zum Naturraum von besonderem Interesse für Vögel erklärt wurde. Die Bucht ist sehr beliebt und dementsprechend ist sie bis am Abend sehr überfüllt. Immer wieder legen auch Ausflugsboote in der Bucht an und laden die Gäste zum Baden ein. Am Abend wird es ruhig und über Nacht ankern nicht mehr als 5 Schiffe in der Bucht.

Nach 15 Seemeilen erreichen wir dann die Bucht Es Trenc

Wenn es um die schönsten Strände von Mallorca geht, dann darf einer ganz sicher nicht fehlen: die Playa oder auch Platja Es Trenc. Der Naturstrand ist ein echtes Traumziel im Süden der Insel. Hier kommt garantiert jeder auf seine Kosten. Dazu bietet die Playa Es Trenc eine Kulisse, wie sie auf Postkarten nicht schöner sein kann.

Ein wenig Pech haben wir, dass wir einen hohen Schwell in dieser Bucht haben. Die Wellen sind ziemlich hoch und die Nacht ist unruhig und schaukelig. Wir fragen uns: Können wir uns an diese „Schaukelei“ jemals gewöhnen?

Die Tage in den wunderschönen Buchten genießen wir, aber dieser Tage beschäftigt uns auch ein nicht so erfreuliches Thema. In der kurzen Zeit haben wir 3 x Angelalarm! Jedes mal freuen wir uns: Ja ein Fisch ……. Und dann kommt das zum Vorschein.

Wir sind es gewohnt Müll zu produzieren, ihn in eine Tonne zu werfen und dann zu vergessen. So bekommen wir kaum mit, wie viel Abfall durch uns entsteht und da die meisten Strände, die wir kennen sauber sind, ist uns die Verschmutzung der Meere gar nicht so bewusst. In den fast 3 Monaten, die wir jetzt unterwegs sind, haben wir schon viel gesehen und viel erlebt. Müll wo das Auge nur hinreicht; vor allem in den italienischen Südstädten ist uns aufgefallen, dass Umweltschutz kein großes Thema ist. In den Meeren sehen wir vor allem Plastik. Die Giftstoffe, die das Mikroplastik an seine Umgebung abgibt, gelangen an die Meerestiere, welche so oder durch verschluckte Teile sterben können. Schildkröten, die Plastiktüten mit Quallen verwechseln, Delphine, die an Netzen ersticken oder Vögel, die Plastik-Teile essen und trotz vollem Magen verhungern. Das Problem wird immer akuter und wir erleben es zur Zeit hautnah.

Marina in Can Pastillo

Der fast unmittelbar südöstlich an Palma angrenzende Ort Can Pastilla ist ein Hotspot des mallorquinischen Massentourismus. Von hier aus erstreckt sich der Playa de Palma als über vier Kilometer langer, breiter Sandstrand bis nach El Arenal. Dieser Strand ist in 15 Strandabschnitte, sogenannte Balnearios aufgeteilt. Unter ihnen befindet sich auch der berühmt berüchtigte Balnerario 6 (auch als Ballermann bekannt), der zum in Begriff des Billig- und Partyourismus geworden ist.

Schon am ersten Tag bestaunen wir die vier Kilometer lange Strandpromenade und lassen uns mit den Partymachern durch die Straßen treiben. Bereits am frühen Nachmittag sind die Lokale wie der „Bierkönig“ und der „Mega Park“ voll mit Jugendlichen, die feiern als gäbe es kein Morgen.

Kurz lassen wir uns mittreiben und beschließen dann doch wieder den Retourgang einzuschalten. Wir gehören dann doch schon zum alten Eisen.

Nun heißt es warten auf unsere Familie, die am 13. August mit dem Flieger anreist. Kinder, Oma und Opa sind im Anflug und besuchen uns auf

El Arenal 🙂

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